Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Wie jedes Kind

Lk 11,27-28 • Es geschah aber: Als er das sagte, da erhob eine Frau aus der Menge ihre Stimme und rief ihm zu: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich gestillt hat! Er aber erwiderte: Ja, selig sind vielmehr, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

Wenn Tausende von Menschen gleichzeitig jemandem etwas zurufen, verschmelzen die Stimmen aller zu einem unverständlichen Getöse. Selbst wenn sich die Masse auf einen Slogan einigt, ist es schwer, ihn zu verstehen. Es gibt zu viele Leute, die gleichzeitig schreien.

Dies war hier nicht der Fall. Da hat jeder das gesagt, was ihm aus dem Herzen kam. Aber Lukas konzentriert sich auf eine einzige Person: Da erhob eine Frau aus der Menge ihre Stimme und rief ihm zu: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich gestillt hat!

Wenn diese Frau in die Geschichte eingegangen ist, dann deshalb, weil ihre Worte inmitten des ganzen Lärms den Weg in das Herz Jesu fanden und ihn wie ein Pfeil trafen. Der Herr war gerührt, als er den an seine Mutter gerichteten Lobpreis hörte. Das sollte uns nicht überraschen. Jeder wohlerzogene Mensch erbebt innerlich, wenn es um seine Mutter geht.

Dank dieser guten Frau wissen wir, dass jedes Gegrüßet seist du Maria des heiligen Rosenkranzes in das Herz Jesu eindringt. Wer glaubt, dass das Gebet zur Muttergottes den Herrn herabsetzt, der lasse sich sofort eines Besseren belehren. Jedes Mal, wenn du zur Mutter betest, wird der Sohn vor Freude ein Stückchen größer.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

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