Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Vom Himmel zum Himmel

Lk 17,20-25 • Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Er sagte zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, in denen ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen; doch ihr werdet ihn nicht sehen. Und man wird zu euch sagen: Siehe, dort ist er! Siehe, hier ist er! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen. Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

Vor ein paar Tagen sagte jemand zu mir: „Vater, ich habe Gott in mir gefunden.“ Ich habe mich gefreut, denn die meisten Christen haben einen Himmel in ihrer Seele, und sie sterben, ohne ihn zu finden. Sie müssen nach dem Tod den Weg zum Himmel zurücklegen, den sie im Leben nicht gegangen sind. Das ist es, was wir Fegefeuer nennen.

Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Jesus bezieht sich auf diesen Ort im Zentrum der Seele im Stand der Gnade, wo Gott herrscht. Sammle dich und suche ihn in der Stille. Wenn du ihn findest, überschreite die Schwelle und bleibe dort, um zu leben, denn dort ist alles Freude. Draußen, in eurem Körper, in euren Gefühlen und in der Welt, machen sich der Tod und der Schmerz breit, denn es ist notwendig, dass der Christ – wie Christus – vieles erleidet und von dieser Generation verworfen wird. Aber während dies geschieht, lebt der innere Mensch, geborgen im Himmel der Seele, in ständiger Freude.

Dort, inmitten der Mühen dieses Lebens, wartet er auf die Rückkehr Jesu. Und wenn alles Vergängliche endlich vor dem Herrn zum Schweigen kommt, wirst du in Herrlichkeit gekleidet werden. Du wirst vom Glück der Gnade zur Glückseligkeit der Herrlichkeit übergehen.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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