Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Verschollen

Joh 6,35-40 • Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag.

Ich wünschte, du könntest dir zwei von den Worten, die der Herr heute sagt, zu eigen machen:

Denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Jesus verweist auf seinen Vater, aber er hat euch gesandt: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch (Joh 20,21). Ich wünschte, du könntest jeden Morgen sagen: „Ich stehe auf und beginne einen neuen Tag, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen des Herrn“: seine Gebote zu halten, sein Reich auszudehnen, den Hinweisen der geistlichen Begleitung zu folgen, den Gefühlen des Herzens Christi zu dienen… Und, wenn dieser Wille des Herrn nicht mit dem deinen übereinstimmt – wie so oft – dich zu verleugnen.

Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat. Wenn wir fügsam wären, würde derjenige, der uns sieht, nicht uns sehen, sondern Christus, und unser Leben würde viele zum Glauben bewegen. Wenn dies nicht geschieht, wenn wir selbst zu sehr gesehen werden, dann liegt das daran, dass wir beten, aber nicht fügsam sind. Die Tugend des Gehorsams fehlt in der Praxis. Wir müssen sie dringend zurückgewinnen, wenn wir wollen, dass die Welt glaubt.

J. Fernando Rey Ballesteros
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(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.