Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Verrückt nach dir

Joh 1,1-18 • Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legt Zeugnis für ihn ab und ruft: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Aristoteles war einer der großen Köpfe der Geschichte. Und in seiner überragenden Intelligenz behauptete er, dass es nur einen Gott gibt. Dieser Gott war die treibende Kraft, die Erstursache, das „ipsum esse subsistens“ (lateinisch für „in sich sein“), der Schöpfer von allem, was existiert… Aber – so der Weise weiter – dieser Gott, der uns geschaffen hat, kümmert sich nicht um uns. So weit kann die Intelligenz gehen, wenn ein weiser Mann sie bis zum Ende ausreizt.

Was dann kommt, musste Gott uns sagen, denn wir wären nie darauf gekommen: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Es ist die Vollendung eines Geheimnisses, das bereits in der Heiligen Schrift angedeutet wurde: Gott sorgt für uns, Gott liebt uns, Gott will mit uns gehen. Und in der Fülle der Zeit wurde Gott Mensch, um jedem Menschen nahe zu sein.

Hätte Aristoteles einen Tabernakel gesehen und die Worte des Johannes gehört, wäre er vor Staunen auf die Knie gefallen wie die Heiligen Drei Könige. Niemals hätte die menschliche Intelligenz diese Vorliebe des Schöpfers für seine Geschöpfe erahnt. Und auch wenn sie sie erkennt, scheint es ihr, als ob Gott vor Liebe verrückt geworden wäre.

Das Fazit von Weihnachten: Gott ist verrückt nach dir.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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