Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Verrückt aus Liebe

Eines der Hindernisse, auf die viele Christen bei der Verkündigung des Evangeliums stoßen, besteht darin, die richtigen Worte zu finden: „Ich habe nicht genug Bildung“, „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, „Ich bin sicher, dass ich mich falsch ausdrücke“… Die Armen haben das Apostel-Sein mit dem Lehrer-Sein verwechselt. Einige wenige sind gerufen, Lehrer zu sein. Aber wir alle sind gerufen, Apostel zu sein. Das sind unterschiedliche Dinge.

Macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.… Siehst du: Selbst wenn du der heilige Thomas von Aquin wärst, würden sie dir dieselbe Aufmerksamkeit schenken wie Jesus, nämlich gar keine. Natürlich musst du sprechen. Es ist notwendig, dass du redest. Aber mach dir keine Sorgen darüber, was du sagst, denn Gott wird von deinen Lippen Besitz ergreifen. Und wenn er das nicht tut und du beginnst, etwas von dir zu geben, das nicht ganz richtig ist, dann mach dir auch keine Sorgen, denn sie werden nicht auf dich hören. Das ist nicht der Punkt.

Worum geht es dann? Es geht darum, dass die Menschen um dich herum denken, du seist aus Liebe verrückt geworden. Das ist alles. Sie sollen in dir eine solche Leidenschaft für Christus, eine solche Liebe zu Gott und eine solche Freude in deinem Leben sehen, dass sie keine andere Wahl haben, als zu glauben, dass du von einer wunderbaren Liebe beseelt bist. Es geht primär nicht darum zu lehren, sondern anzustecken.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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