Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Spionage-Spiel

Mich fasziniert die Art und Weise, wie Jesus in vielen Momenten Situationen verändert und den Verfolger zum Verfolgten macht und umgekehrt.

Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Das heißt, dass sie ihn ausspioniert haben. Überraschend ist auf jeden Fall die Neigung des Menschen, Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Wenn der Mensch sich von Gottes Eindringen überwältigt fühlt, kniet er nicht nieder, sondern versucht, Gott in eine Laborratte zu verwandeln: ihn zu analysieren und zu zerlegen, bis er die Kontrolle über seinen Schöpfer übernimmt, ihn zu einem Objekt zu machen, um so weiterhin die Rolle Gottes spielen zu können, die Satan ihm zu Anbeginn der Zeit angeboten hat.

Als Jesus bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Hier liegt das Paradoxon: Gott, den du ausspionieren willst, hat dich zuerst „ausspioniert“. Bevor du davon träumtest, alles über ihn zu wissen, wusste er bereits alles über dich. Und er sagt es dir, damit du nicht getäuscht wirst: Reicht das nicht aus, um dich demütig zu machen? Leider ist das nicht der Fall. Weil du, der du Gott ausspionierst, ihm trotzdem nicht zuhören willst. Wie töricht.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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