Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

So viel Licht

Mk 16,9-15 • Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus den Elf selbst, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Es sind Worte wie Lichter, die leuchten: Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden… Lies sie langsam, genieße sie: Jesus… am frühen Morgen… des ersten Wochentages… auferstanden… Erfüllt sich deine Seele nicht mit Licht? Gesegnetes Osterfest, das das Leben des Christen mit Klarheit erfüllt!

Christus ist die Morgenröte. Nach der Nacht der Sünde, die in der Finsternis von Golgatha geformt wurde, dämmert Christus glorreich aus dem Grab, und das ewige Leben erleuchtet die Seele des ehemaligen Sünders und Verurteilten.

Christus ist der erste Tag. Unser Leben endete an einem Freitag und wurde an einem Samstag begraben. So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind (Röm 6,11). Heute sind wir wiedergeboren, es ist der erste Tag unseres neuen Lebens: und wir leben für Gott in Christus Jesus.

Christus ist die Sonne. Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut. Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Bräutigam; sie frohlockt wie ein Held, ihre Bahn zu laufen (Ps 19,5-6). In seinem Licht zeigt uns die gesamte Schöpfung ihr wahres Gesicht. Und wir sehen Brüder, in denen wir einst Feinde sahen, und wir sehen Gnade, wo wir einst Unglück sahen, und wir sehen Leben, wo wir einst den Tod sahen.

Christus ist der Sonntag ohne Sonnenuntergang. Das ganze Leben wird zu einem Fest. Deshalb rufen wir: Halleluja!

J. Fernando Rey Ballesteros
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(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.