Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Notwendig

Lk 17,1-6 • Jesus sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Ärgernisse kommen. Aber wehe dem, durch den sie kommen! Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er für einen von diesen Kleinen zum Ärgernis wird. Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm! Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will umkehren!, so sollst du ihm vergeben. Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen.

Die Worte des Herrn sind traurig, und er spricht sie traurig aus: Es ist unvermeidlich, dass Ärgernisse kommen. Solange es Sünde in der Welt gibt, wird sich die Sünde von einem Menschen zum anderen ausbreiten. Wenn sie dann auch noch durch die Bildschirme von Smartphones, Computern und Fernsehern verstärkt wird, wird die Sünde zu einer Pandemie.

Was sollen wir also tun? Sollen auch wir uns ihrem Einfluss ergeben, wie diejenigen, die ihre Waffen in einer bereits verloren geglaubten Schlacht niederlegen? Nein!

Lasst uns die Worte des Herrn betrachten. Lasst uns in sein Herz eindringen, lasst uns die helle Seite dieser Traurigkeit sehen:

Bekehrungen sind möglich. Wenn sich das Böse ausbreitet, breitet sich auch das Gute aus, und zwar viel stärker. Hören wir auf, uns zu beklagen, und gehen wir auf einen Feldzug der Liebe zu Gott. Lasst uns das Böse im Überfluss des Guten ertränken. Lasst uns entschieden dafür kämpfen, Heilige zu sein, lasst uns unsere Freude verbreiten, lasst uns die Straßen und die Medien mit Licht füllen, lasst uns unsere Begeisterung für Christus in die Welt tragen. Hören wir auf, uns zu verteidigen, verlassen wir die Schützengräben des „katholischen Milieus“ und erobern wir die Erde.

Ja, Bekehrungen sind möglich! Es gibt sie, und es wird sie geben, wenn wir uns in unserem Herzen fest einprägen, dass Heiligkeit keine rein persönliche Angelegenheit ist. Die Welt hat es nötig, dass wir heilig sind.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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