Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Niemand tut das

Lk 21,1-4 • Jesus blickte auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die dort zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, der es am Nötigsten mangelt, hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.

Jesus war zu Recht überrascht von der Geste der Witwe: Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, der es am Nötigsten mangelt, hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.

Das tut niemand, weder gegenüber einem König noch gegenüber einem Gott. Kein armer Mensch gibt einem König all das, was er zum Leben hat, denn der König braucht es nicht und würde es wohl auch nicht einmal erfahren. Was einen Gott betrifft… es ist normal, dass der arme Mensch seinen Gott um Hilfe bittet und nicht alles gibt, was er hat.

Deshalb erregte dieses Opfer die Bewunderung desjenigen, der Gott und König ist. Denn eine solche Geste machen nur Verliebte, die sich erst dann zufrieden geben, wenn sie ihr Leben für den Geliebten hingegeben haben. Und dieser Gott, der König ist, will keine Untertanen oder Verehrer, sondern Liebende, Verrückte, die nichts zurückhalten und keine Mühe scheuen, bis sie alles, was sie haben, der Liebe ihrer Seele gegeben haben.

Denn so ist er selbst: ein Gott, der den Menschen liebt, ein König, der sein Volk liebt und nicht eher zufrieden ist, bis er sein Leben für jede Seele gegeben hat.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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