Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Neubeginn

Lk 4,31-37 • Jesus ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren außer sich vor Staunen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht. In der Synagoge war ein Mensch, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der schrie mit lauter Stimme: He, du, was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann in ihre Mitte und verließ ihn, ohne ihm zu schaden. Da waren alle erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Dein Wort, Jesus, hat Autorität und Macht. Es kann jedes Übel besiegen. Jener unreine Geist hatte diesen armen Mann vielleicht viele Jahre lang gequält, und niemandem gelang es, ihn auszutreiben. Vielleicht fühlte sich dieser Teufel dort wohl, bis er dich von Angesicht zu Angesicht traf. Und das war sein Ende! Die Kraft deines Wortes! Manchmal versucht der Feind, mich davon zu überzeugen, dass ich immer faul oder stolz oder egoistisch bleiben werde … Aber ich weiß, dass das nicht wahr ist. Du, Herr, kannst mein Elend in einem Zug heilen.

Philip Howard (1557-1595), der Sohn einer der reichsten Adelsfamilien Englands, konnte sich jedes Vergnügen leisten, das er begehrte – und er begehrte sie alle. Am Hof war er ein berüchtigter Playboy, Spieler und Lebemann. 1581 ging er zum Tower von London, um eine Diskussion zwischen mehreren anglikanischen Ministern und einem Gefangenen, dem hl. Edmund Campion, einem Jesuitenpriester, mitzuverfolgen. Die Minister waren mit Büchern und Assistenten ausgerüstet, Pater Campion hingegen war alleine und hatte nur sein Gedächtnis, auf das er sich verlassen musste, aber er war in der Debatte so gut, dass die Regierung sie beendete, noch bevor ein Urteil gefällt worden war. Angespornt von Pater Campion versöhnte sich Howard mit seiner Frau und beide kehrten zum katholischen Glauben zurück. Als sie versuchten, das Land heimlich zu verlassen, um auf das Festland zu gehen, wo sie den katholischen Glauben frei ausüben konnten, wurden sie geschnappt und Howard wurde in den Tower von London geworfen. Dort starb er 10 Jahre später. Die Kraft des Wortes Gottes hatte ihn mit einem Schlag verändert.

Gottes Wort kann meine schlechten Neigungen, meine Faulheit und meine Bequemlichkeit vertreiben und mir helfen, neu anzufangen; ich möchte nie vergessen, dass dir alles möglich ist.

Maria, meine Mutter, hilf mir, mich auf das neue Schuljahr vorzubereiten, damit ich in den nächsten Monaten mit der Gnade deines Sohnes zu der Person werde, von der er will, dass ich sie bin.

George Boronat
ipraywiththegospel.org
(übersetzt aus dem Englischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

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