Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Lebe so, wie du betest

Lk 11,1-4 • Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung!

Wie zwei Freunde ein Stück Brot miteinander teilen, so teilen im Vaterunser Mensch und Gott ihre Bitten. Wir bitten (Gott!) um gute Dinge für Gott, und wir bitten auch um gute Dinge für uns selbst.

Für Gott erbitten wir die Ehre und das Reich, die ihm zustehen: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Da du in jedem Vaterunser darum bittest, achte darauf, dass du nachher so lebst, wie du gebetet hast. Sprich diese Worte nicht in deinem Gebet und lebe dann wie jemand, der sagt: „Mein Name sei geehrt, alle preisen mich, ich herrsche über alle, und alle tun, was ich will.“ Das wäre buchstäblich ein „Widerspruch“. Wer das Vaterunser betet, sollte Gottes Ehre durch sein Leben und den Gehorsam gegenüber seinen Geboten durch seine Taten suchen.

Wir bitten für uns um Vergebung, um das Brot der Armen und um die Fürsorge für die Hilflosen: Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Sünden … Und führe uns nicht in Versuchung! Wenn du um Brot bittest, gehe hungrig zur Kommunion. Wenn du um Vergebung bittest, geh zum Sakrament, wo die Vergebung ausgegossen wird. Wenn du Gott bittest, dich vor dem Bösen zu bewahren, dann spiele nicht mit der Versuchung.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

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