Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Im Verborgenen

Ich habe einen Freund, der jedes Mal vor dem Spiegel salutiert, wenn er sich rasiert. Auch wenn er allein im Badezimmer ist. Er denkt daran, dass am Jüngsten Tag sein ganzes Leben ans Licht kommen wird, und dann wird es Spaß machen, ihn beim Salutieren zu sehen.

Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.

Ich bitte dich nicht, meinen Freund nachzuahmen, aber doch wie er diese Worte des Herrn ernst zu nehmen. Hüte dich vor dem, was im Verborgenen geschieht. Ich meine die Dinge, die dich beschämen, wenn sie bekannt würden. Weil sie bekannt sein werden. Und Gott kennt sie bereits. Wenn du dich also verstecken musst, um etwas zu tun, aus Angst vor dem Gericht der Menschen, dann fürchte das Gericht Gottes mehr, und tue es nicht.

Es gibt auch Gefühle in dir, die du nicht zu Tage treten lassen möchtest. Wenn du jemanden anlächelst und innerlich denkst: „Wie mühsam er doch ist, es gibt niemanden, der ihn ertragen kann“, dann unterlasse diese Gedanken und bete. Denn eines Tages wird man wissen, was du gedacht hast. Und Gott weiß es bereits.

Besser ist, du hältst jene Dinge verborgen, die dich am Jüngsten Tag zum Leuchten bringen. Tu Gutes, ohne das Rampenlicht zu suchen.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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