Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Himmlisches Glück

Joh 3,16-21 • Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Gott hat die Welt so sehr geliebt … hast du das begriffen?! Gott liebt die Welt. Er hat sie immer geliebt und wird sie immer lieben, denn er ist ihr Erschaffer, quasi als Handwerker. Und so wie ein guter Künstler seine eigenen Gemälde liebt, liebt auch Gott seine Schöpfung. Manche glauben, die Welt sei schlecht und würde uns von Gott entfernen. Wie könnte das sein, da sie doch Gottes Geschenk an uns ist? Im Buch Genesis heißt es ganz klar: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ Wenn er sagte: Es ist gut – wer bin ich, dem zu widersprechen?

Die Menschen haben die Schönheit der Schöpfung so manches Mal durch ihre Sünden verdeckt, aber das schmälert nicht ihren Wert. Du kannst eine 20-Euro-Note zusammenknüllen und mit schmutzigen Schuhen auf ihr herumtrampeln – sie verliert dadurch nicht einen Cent ihres Wertes. Jeder Künstler gibt seinem Werk etwas Persönliches mit. Experten können das Werk eines bestimmten Künstlers erkennen, ohne auf die Signatur zu schauen. Hast du schon einmal voller Staunen einen herrlichen Sonnenaufgang betrachtet, einen flammenden Sonnenuntergang, einen wunderschönen Regenbogen, Wellen, die sanft an den Strand liefen, die dünne Mondsichel, in einem kristallklaren Himmel hängend, einen spektakulären Wasserfall …? Gott hat das für dich gemacht, und er liebt es deinetwegen. Als ein guter Vater liebt er es, zu sehen, dass du dich an seinen Geschenken erfreust, nicht des Geschenkes selber wegen, sondern weil er es dir gegeben hat. So bewahrt ein Kind ja eine Füllfeder oder eine Uhr viele Jahre voller Wertschätzung auf, weil „mein Papa sie mir gegeben hat“.

Gott liebt seine Schöpfung so sehr, „dass er seinen einzigen Sohn hingab“, damit er ein Teil von ihr werde. Stell dir das mal vor: Auf dieser Erde ist Gott gegangen. Er hat auf ihr gearbeitet. Er hat sein Haupt in ihr Gras gelegt, hat ihren Wind in seinem Gesicht gespürt, hat ihre Vögel singen gehört … Er hat in den Himmel geschaut und fand ihn toll. Er trank aus ihren Bächen und schwamm in ihren Seen. Und nun hat er mir diese Welt anvertraut, als Ort zum Glücklichsein, und ich liebe unsere Welt leidenschaftlich als ein Geschenk von meinem liebenden Vater. Meine Mutter, Königin des Universums, hilf mir, Gott zu danken für seine wunderbare Schöpfung.

George Boronat
ipraywiththegospel.org
(übersetzt aus dem Englischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.