Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Es geschieht

Mk 13,24-32 • Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in Wolken kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr das geschehen seht, dass er nahe vor der Tür ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

Niemand bezweifelt, dass sich die Worte des Herrn auf sein zweites Kommen und auf das Ende der Welt beziehen: Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen… Dann wird man den Menschensohn in Wolken kommen sehen.

Es ist daher überraschend, dass Jesus seine Prophezeiung mit dieser Aussage krönt: Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht.

Diese Generation ist vergangen. Eine andere kam. Und dann noch eine. Warum ist es noch nicht geschehen, warum haben wir den Menschensohn noch nicht gesehen?

Wegen unserer Blindheit. Diese Generation kannte jene Drangsal, und vierzig Jahre später sahen sie ihre Welt zusammenbrechen, als Jerusalem zerstört wurde. Sie wussten, dass das Ende der Welt nicht etwas ist, das geschehen wird, sondern etwas, das bereits geschieht. Und hinter dieser Drangsal sahen die Christen den Herrn, wie Stephanus ihn sah, und stellten sich furchtlos dem Martyrium.

Schau dich um. Alles bröckelt. Sünde, Schmerz und Tod lauern überall. Nichts bleibt, alles vergeht. Aber wenn du mit Glauben schaust, wirst du hinter dieser großen Drangsal den Herrn erkennen, der kommen wird. Wir befinden uns, wie jene, in der Endzeit.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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