Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Ein Christus auf deinem Kreuz

Lk 9,43b-45 • Alle Leute staunten über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern: Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich in die Hände von Menschen ausgeliefert werden. Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.

Das Kreuz macht Angst. Der Gekreuzigte entzündet die Liebe.

Die Furcht vor dem Kreuz ist keine Schande. Es ist dieselbe Angst, die wir vor dem Tod haben, und es gibt auch keinen Grund, sich für die Angst vor dem Tod zu schämen. Als Jesus in Getsemani das Kreuz von weitem sah, empfand er Angst und Schrecken. Und er schwitzte Blut. Und er zitterte wie ein Kind. Selbst die Apostel verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte. Etwas hatten sie wohl verstanden, da sie Angst hatten, ihn zu fragen. Der heilige Lukas ist sehr gut.

Als Jesus in die Nähe des Kreuzes kam, umarmte er es mit all seiner Kraft und ließ sich daran festnageln. So machte er daraus ein Kruzifix.

Du hast Angst vor dem Kreuz, und ich auch. Deshalb müssen wir genau hinschauen, statt aus der Ferne zu zittern. Überwinde deine Angst, komm näher, bis du den Leib deines Erlösers an dieses Kreuz genagelt siehst. Sieh ihn dir in Ruhe an und verliebe dich. Er ist an deinem Kreuz, er wartet dort auf dich, damit es für dich nicht ein Ort des Schmerzes, sondern ein Ort der Liebe ist.

Ich habe keine Angst mehr. Ein Christus auf meinem Kreuz lädt mich ein, ihn zu umarmen.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

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