Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Die Sache mit dem Gefühl

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Im Jahr 2010 schrieb Theodore Dalrymple „The Toxic Cult of Sentimentality“, eine wahre Voraussage über die Zeit, in der wir leben. Uns bewegt nicht die Liebe zur Wahrheit, sondern der Wunsch, Trost zu fühlen. Wir suchen nicht das „Wahre“, sondern das „Angenehme“. Wir sind die am stärksten manipulierbare Generation in der Geschichte. Unser Wille wird dem Gefühl überlassen, und das Gefühl ist nicht unter unserer Kontrolle, sondern wird denen hingegeben, die es mit Reizen manipulieren.

Das passiert auch in der Religiosität. Wir wollen Gott „fühlen“, in der ständigen gefühlsmäßigen Liebkosung des Göttlichen leben. Wir haben die Dunkelheit auf Golgatha hinter uns gelassen und sind in einen Tabor des Designs umgezogen. Wir brauchen Musik, Gesten, Küsse, Umarmungen… Das Schlimmste, was jemand zu dir sagen kann, ist: „Ich fühle nichts.“ Das ist dasselbe, als würde er sagen, er hätte den Glauben verloren. Wenn er ihn gehabt hat.

Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute. Schlimmer noch als auf Sand. Frömmigkeit auf dem Gefühl aufzubauen, bedeutet, auf Butter zu bauen. Verfalle nicht in einen solchen Fehler. Baue auf dem Felsen, auf der Wahrheit. Du weißt, dass Gott dich liebt. Selbst wenn du dich einsam fühlst, weißt du, dass er bei dir ist. Sag ihm, auch wenn es dir wie ein dürftiger Schrei vorkommt: „Ich glaube! Ich vertraue!“ Und geh weiter. Du wirst bis zum Ende treu sein.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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