Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Die Kunst, sich über Gott zu ärgern

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Hast du dich jemals über Gott geärgert?

Wundere dich nicht über diese Frage. Selbst Kinder ärgern sich von Zeit zu Zeit über ihre Eltern, und das bedeutet nicht, dass sie sie weniger lieben.

Marta liebte Jesus, aber sie ärgerte sich über ihn. Als Maria einfach sitzenblieb und sie selbst sich in der Küche abstrudelte, ärgerte Marta sich über Jesus, weil er zugelassen hatte, was sie für ungerecht hielt. Und als Jesus, nachdem sie ihn benachrichtigen ließ, dass ihr Bruder krank war, erst drei Tage nach seinem Tod eintraf, machte ihm Marta Vorwürfe. Jesus versprach ihr die Auferstehung ihres Bruders, und sie antwortete missbilligend: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Es ist, als würde sie sagen: „Lass mich in Ruhe, ich will meinen Bruder hier haben, nicht dort!“ Mit dieser Antwort gab sie sich selbst zu erkennen: Der Grund für ihren Ärger war, dass der Herr ihr einen Schatz im Himmel versprochen hatte, während sie ihren Schatz auf der Erde haben wollte.

Deshalb ärgern wir uns über Gott: Weil wir wollen, dass er unser irdisches Leben leichter macht. Doch Gott lässt hier auf Erden Widerwärtigkeiten zu, damit unser Schatz dort im Himmel wächst. Und es fällt uns schwer, das zu verstehen.

Sich über Gott zu ärgern, ist nicht schlecht. Schlecht ist, zu glauben, dass wir Recht haben.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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