Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Die guten Wünsche und die Heiligkeit

Lk 19,45-48 • Dann ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht. Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ersten im Volk aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, was sie machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm, um ihn zu hören.

Dein Herz ist voller Sehnsüchte, und du wirst nicht müde zu träumen. Das ist natürlich viel besser als die Apathie derjenigen, die die Nase voll haben und nur noch auf den Tod warten. Das Leben kann sehr langweilig sein, wenn es keine Visionen gibt.

Ich erkenne auch an, dass deine Wünsche gut sind. Du willst, dass es deiner Familie gut geht, dass deine Kinder gesund aufwachsen, dass du am Arbeitsplatz geschätzt wirst, dass du liebevoll behandelt wirst, dass dein Auto 10.000 km länger hält, bevor du es ersetzen musst… Und du willst natürlich auch heilig sein.

Dann ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.

Deine Seele ist keine Räuberhöhle. Aber die Reinigung des Herzens beschränkt sich nicht darauf, dass man nur die bösen Begierden vertreibt. Das macht die Luft in dir zwar besser, aber es macht dich nicht zu einem Tempel.

Du bist ein Tempel des Allerhöchsten, wenn du nichts anderes begehrst als den Herrn und bereit bist, alle anderen Wünsche aufzugeben, um ihn zu gewinnen. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen (Phil 3,8).

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

Weitere Beiträge