Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Das leere Haus

Ich habe es schon oft gesehen. Deine Seele ist voll von Dingen, die durch deine Haut hindurch in die Tiefen deines Geistes eingedrungen sind: Gerümpel, Artefakte, Technologie, Sorgen, ungeordnete Zuneigung, vergängliche Tröstungen, Essen und Trinken, schlaflose Nächte, falsche Dringlichkeiten… Nicht einmal eine Stecknadel passt hinein! Jesus kommt, klopft an deine Tür und du hörst ihn nicht einmal. Der Klang seines Rufes wird durch den Lärm in dir gedämpft. Und auch wenn du ihn hören würdest, würdest du ihm nicht öffnen, weil du keine Sehnsucht nach Gott hast, du bist so voll, so voller Unrat!

Siehe, euer Haus wird euch selbst überlassen. Das ist das Schlimmste daran. All diese Dinge werden sich mit voller Geschwindigkeit auflösen, denn sie sind nur Erde und Staub. Eines Tages wirst du dann deine Seele leer, unbewohnt und einsam vorfinden, ihre Wände – darf ich es so sagen – mit Fäulnis überzogen. Was wirst du dann tun?

Tu es jetzt! Nimm alles aus deiner Seele, was zuviel ist und dir den Atem nimmt! Leere das Haus, reinige es im Sakrament der Vergebung und lass Christus eintreten. Nimm ihn mit Liebe auf, und er wird für immer bleiben. Und du wirst nichts mehr brauchen.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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