Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Ausweg aus der Entmutigung

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Ich muss zugeben, dass ich mich manchmal leicht entmutigen lasse, wenn ich versuche, die Heiligen nachzuahmen. Ich empfinde echte Verehrung für alle und habe zu vielen von ihnen auch eine besondere Andacht. Aber egal, wie menschlich sie mir präsentiert werden: Jedes Mal, wenn ich versuche, sie nachzuahmen, werde ich irgendwann depressiv. Und dafür muss ich nicht einmal auf die Liste der Heiligen zurückgreifen. Gott hat mir in seiner unendlichen Barmherzigkeit wunderbare Menschen in meine Nähe gestellt, die voll sind von seiner Liebe und seiner Gnade. Wie dankbar bin ich ihm, dass er mir solche Seelen zur Seite gestellt hat! Ich habe sie sehr gern, und ich weiß, dass sie mich gern haben. Aber – noch einmal – wenn ich versuche, sie nachzuahmen, werde ich depressiv.

Vor Jahren entdeckte ich einen wunderbaren Ausweg aus meinen „Depressionen“. Im Evangelium begegnete ich Menschen, die das Herz Jesu auf eine ganz einfache Weise gewannen: indem sie sein Mitleid erweckten. Und in ihnen habe ich endlich Menschen gefunden, die ich nachahmen kann: Ich kann Jesu Mitleid hervorrufen. Ich kann die Worte des Aussätzigen aufrichtig wiederholen: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. Ich weiß, dass dieser Mann nicht heiliggesprochen wurde, ebenso wenig der Gelähmte oder der Blinde… Aber das Herz Jesu öffnete ihnen seine Türen und breitete den Teppich aus. Wenn das nichts mit Heiligkeit zu tun hat, muss ich wohl etwas verpasst haben… Aber ich bin auf jeden Fall für diesen Weg des Aussätzigen zu haben.

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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