Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Ausflüchte, Ausflüchte…

Wir schieben ganz gern einem anderem die Schuld zu, wenn wir bei einem Fehler erwischt werden. Und am besten dann dem, der uns erwischt hat: Der Ankläger selbst sollte sich schuldig fühlen, und auf diese Weise werden wir, die Angeklagten, als Opfer erscheinen. Adam tat dies, als er Gott beschuldigte, ihm als Frau diejenige gegeben zu haben, die ihn dann zur Sünde verführte.

Und so tat es auch der schlechte und faule Diener im Gleichnis. Als er sah, dass sein Herr ihn anschuldigte, gab er ihm die Schuld: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast.

So gelesen, beeindruckt das. Wer wird sich auf die Seite eines Menschen stellen, der erntet, wo er nicht sät, und sammelt, wo er nicht ausgestreut hat?

Ich tue es. Außerdem hat der faule „Schlauberger“ Recht. Gott ist so. Er säte den Samen des Königreichs in zwölf Männer und sammelte kurz darauf das Blut der Märtyrer und den Glauben der Heiligen im ganzen Land. Wie hat er das gemacht? Indem er mit der Liebe der Zwölf rechnete, deren brennende Herzen die ganze Erde in Brand setzten.

Was dich betrifft, du fauler „Schlauberger“, du findest gute Ausflüchte, aber in deinen eigenen Ausreden findet sich auch dein schlimmster Vorwurf: Ich hatte Angst. Genau: Du hast Angst davor, dein Leben hinzugeben. Ändere dich, um als Apostel taugen zu können!

J. Fernando Rey Ballesteros
www.espiritualidaddigital.com
(Übersetzung aus dem Spanischen)

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