Im Zwiegespräch

Täglich beten mit dem Wort Gottes

Angst vor dem Licht

Joh 3,16-21 • Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Kennst du den Unterschied zwischen Gewissensbissen, Zerknirschung und Reue? Gewissensbisse sind das Unbehagen, das in der Seele bleibt, wenn das Gewissen einen daran erinnert, dass man gesündigt hat. Zerknirschung ist die Traurigkeit eines Menschen, der sich wünscht, er hätte nicht gesündigt. Und die Reue ist der Schmerz der Liebe darüber, Gott beleidigt zu haben.

Reden wir über Judas. Nachdem er den Herrn verraten hatte, wurde er von Gewissensbissen geplagt. Wir wissen nicht, ob er zerknirscht war, ob er wünschte, er hätte nicht getan, was er getan hat. Aber es gibt keine Hinweise darauf, dass er Reue empfand. Wäre sein Kummer aus Liebe entstanden, hätte er sich nicht abgewandt und sich das Leben genommen, sondern wäre gekommen, um um Vergebung zu bitten. Vielleicht glaubte er auch nicht, dass Jesus ihm vergeben könnte.

Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Das war der große Fehler des Judas und so vieler anderer. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Es ist dringend notwendig, denen, die in Sünde leben, zuzurufen, dass sie keine Angst haben müssen, zu Gott zu kommen; dass sie nicht verurteilt werden, sondern dass ihnen vergeben wird. Wir können an Ostern viele Leben retten, indem wir den Menschen die Barmherzigkeit Gottes verkünden.

J. Fernando Rey Ballesteros
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(Übersetzung aus dem Spanischen)

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.